frederik-art-vision

 Zur Person 

  • Frederik Egold, geb. 28.10.1977 in Hanau
  • 1987 erblindet, heute mehrfachschwerstbehindert infolge
    „ juvenile NCL“ (Batten disease)
  • bis 1995 Besuch der Blindenschule in Friedberg Hessen
     

Künstlerischer Werdegang

  • 1989 kam Frederik Egold erstmals mit dem Material Steatit in der Bildhauerwerkstatt der Werkstattgalerie 37 der Stiftung Blindenanstalt  in Frankfurt a. M. in Verbindung, nachdem er zuvor bereits spielerisch mit Steinen , Metallteilen, Holz u.ä. versuchte, seine Welt abzubilden.
    Die Arbeit mit dem Material sowie die ihm in der Bildhauerwerkstatt eröffneten Möglichkeiten der Aneignung handwerklicher Techniken und der Kommunikation führten sehr bald dazu, dass für ihn kein anderer "Beruf" in Frage kam als der des "Bildhauers". Seine künstlerische Arbeit ist für ihn Bedürfnis, seinen Gefühlen, seiner Gedankenwelt Ausdruck zu verleihen; sie ist für ihn Lebensinhalt,     ein Leben ohne sie ist für ihn unvorstellbar, wird von ihm als lebensbedrohend empfunden.
    Von 1989 bis 2003 arbeitete und lernte Frederik Egold in der Bildhauerwerkstatt - zunächst in seiner Freizeit und seit seiner Schulentlassung aus der Blindenschule Friedberg im Jahr 1995 ganztägig (von 1995 - 1997 im Rahmen einer Fördermaßnahme des Arbeitsamtes).
    Seit 2003 arbeitet er ausschließlich in seinem Limeshainer Atelier
     
  • seit 1999 eigene Atelier –Werkstatt
     
  • seine Lehrer, künstlerische Wegefährten und Freunde sind der Maler und Bildhauer Dieter Josef Bauer und der Bildhauer, Maler und Keramiker Wilfried Klaus
    Gründer und Leiter  der Werkstatt- Galerie 37 der Stiftung Blindenanstalt
     
  • Frederik Egolds Skulpturen sind unbeeinflusst von der Fülle visueller Reize, die tagtäglich auf uns einströmen, sie entstehen aus der individuellen Auseinandersetzung mit unmittelbar Erlebtem und seiner um Geister, Ritter, Burgen, Indianer kreisenden Phantasie. Die Arbeiten sind nicht Produkt theoretischer Auseinandersetzung mit Kunst und "Sein" , sie sind nicht "gekünstelte Geburten theoretischer Vernunft", sondern Ausdruck ganzheitlichen, ureigenen Erlebens und künstlerischen Verarbeitens des Erlebten.
     
  • Alle seine Skulpturen sind - durch seine Blindheit bedingt -  auch Ausdruck haptischen Erlebens.
     
  • Mitglied der FJK (Fördergemeinschaft Junger Kunst)
     
  • seit 2002 Mitglied im BBK Frankfurt (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler)                                                                         ©

 

[Vita]